Entgegen dem ursprünglichen Plan von Volkswagen zur Folgenbeseitigung des Abgasskandals sollen nun die Modelle der Golf-Reihe zurückgerufen werden.

Schon in der kommenden Woche sollen laut Angaben des Wolfsburger Autobauers die Modelle aus der Golf-Reihe in die Werkstätten zurückgerufen werden. Im Zuge der Beseitigung der Mängel, die durch den Abgasskandal bekannt geworden waren, wird die Umrüstung des Golf TDI Blue Motion Technology (BMT) mit Zwei-Liter-Motor beginnen. Europaweit würden 15.000 dieser Modelle mit Schaltgetriebe in die Werkstätten gerufen.

VW muss auf Anweisung des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) alle betroffenen Fahrzeuge so nachrüsten, dass sie die Abgaswerte einhalten. Dies soll schrittweise geschehen, das KBA kontrolliert und genehmigt jede Teilmaßnahme. Entsprechend gab VW den Beginn des Rückrufs für den Golf mit dem Motortyp EA 189 am Donnerstag erst bekannt, nachdem die Aufsichtsbehörde das Vorhaben nach einer eingehenden technischen Beurteilung freigegeben hatte. Ziel des Rückrufprozesses sei es, die Autos nachzubessern, ohne deren Leistung oder Verbrauch zu verschlechtern. In vielen Fällen würde dazu ein schlichtes Update der Motorsteuerungssoftware ausreichen, so der Konzern.

Rückruf soll weiterhin bis Ende 2016 durchgeführt worden sein

Die logistisch aufwändige und umfangreiche Rückrufaktion für die Millionen Modelle, die vom Abgasskandal betroffen sind, wird schrittweise organisiert. Ursprünglich sollten zuerst die Modelle des Typs Passat zurückgerufen werden. Allerdings hatte sich bereits im Vorfeld abgezeichnet, dass sich die geplante Reihenfolge des Rückrufs noch ändern könnte. Je nach Modell und Typenkonfiguration sind unterschiedliche Maßnahmen erforderlich, um die Mängel zu beseitigen. Den Anfang machte im Januar die Amarok-Modellreihe, auch bei den Konzernmarken Audi und Seat lief die Umrüstung bereits an.

Trotz der Umplanung und Verschiebung des Rückrufs für die Passat-Modelle hält VW weiterhin an dem Plan fest, die Aktion bis Ende 2016 beendet zu haben. Nach den Autos aus der Golf-Reihe würden bald weitere Modelle der Kernmarke VW-Pkw folgen. Die betroffenen Kunden werden von VW angeschrieben und gebeten, einen Werkstatttermin zu vereinbaren. Dieser ist kostenlos.


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