Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, sind von der Abgas-Manipulation des Volkswagen-Konzerns auch 2,1 Millionen Audis betroffen. Ein Audi-Sprecher bestätigte die Meldung nun am heutigen Montag. Allein in Westeuropa sind demnach ca. 1,4 Millionen Fahrzeuge der Marke Audi betroffen. In Deutschland geht es um ca. 570.000 Fahrzeuge. In den USA betrifft die Abgas-Manipulation diesmal „nur“ ca 13.000 Audi-Fahrzeuge.

Einmal mehr handelt es sich um Fahrzeuge mit dem EA 189-Motor des Volkswagen-Konzerns, den Audi in verschiedenen Ausbaustufen (1,6 und 2,0 Liter Turbodiesel) in den Modellen A1, A3, A4 und A6, dem Audi TT sowie in den Geländewagen Q3 und Q5 einsetzt.

Nachdem VW zugegeben hat, weltweit bis zu 11 Millionen Fahrzeuge mit einer Software zur Abgas-Manipulation ausgerüstet zu haben, war zu erwarten, dass auch weitere Marken des Konzerns betroffen sind.

Die heutige Bestätigung, dass auch Audi-PKW zu den manipulierten Fahrzeugen gehören, ist demnach wenig überraschend. Trotzdem gaben sowohl die Aktien der Volkswagen AG, als auch die Aktien der Audi AG am Mittag um bis zu 6% nach.

Zu erwarten ist, dass außer Audi auch die anderen Konzernmarken wie Skoda und Seat vom dem Skandal um manipulierte Abgaswerte betroffen sind.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sind am Vormittag zudem drei weitere Vorstände des Volkswagenkonzerns beurlaubt worden. Es handelt sich um Ulrich Hackenberg, Heinz-Jakob Neußer und Wolfgang Hatz.

Besonders die Beurlaubung von Audi-Entwicklungschef Ulrich Hackenberg, der als maßgeblicher Kopf der Entwicklung des Modularer Längsbaukasten (MLB) gilt, lässt vermuten, dass die Manipulationen noch weitere Konzernmarken betreffen werden, da der Modulare Längsbaukasten konzernweit zum Einsatz kommt.

Weitere Hintergründe und eine umfangreiche Informations-Sammlung mit einer rechtlichen Einordnung der Abgas-Manipulationen durch Volkswagen finden Sie in Kürze auf unserer Seite.


Sollten Sie Fragen zum Volkswagen Abgas-Skandal haben oder sollte auch Ihr Fahrzeug betroffen sein, erreichen Sie uns gerne unter der Rufnummer 0221 720 03 81 oder Sie schicken uns eine E-Mail an info@ebc-recht.de. Wir beraten Sie gerne bundesweit zu allen Fragen des Automobilrechts.


Weitere Infos finden Sie auf unserer Themenseite zum Volkswagen-Abgasskandal